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Julia Widmann

Content Marketing Managerin

Die Erwartungen an Unternehmen in puncto Nachhaltigkeit sind hoch. Wer sie erfüllen will, braucht Mitarbeiter*innen, die alle Aspekte von ESG kennen. Wie ESG-Weiterbildung über wirtschaftlichen Erfolg entscheidet, erfährst du in diesem Beitrag.

ESG von der Kür zur Pflicht

ESG ist in aller Munde. Das Kürzel steht für Umwelt, Soziales und Governance, also gute Unternehmensführung. Immer mehr Stakeholder, darunter Investor*innen und Kund*innen, berücksichtigen diese drei Aspekte von Nachhaltigkeit bei ihrer Entscheidung für ein Unternehmen. Bewerber*innen tun es ihnen gleich. Denn Mitarbeiter*innen wollen verstärkt für Organisationen arbeiten, die einen positiven Einfluss auf die Gesellschaft haben. Wer keine Verantwortung für sein Handeln übernimmt, verzichtet damit auf wesentliche Wettbewerbsvorteile.

Und auch die Berichterstattung über nachhaltiges Handeln entwickelt sich von der Kür zur Pflicht. Zwar müssen in der Europäischen Union aktuell nur große Unternehmen Nachhaltigkeitsberichte veröffentlichen, dieser Kreis von Unternehmen wird in den nächsten Jahren aber sukzessive erweitert. Grund genug, sich schon jetzt mit den neuen Anforderungen auseinander zu setzen und von ihren Vorteilen zu profitieren.

Hier findet ihr mehr Informationen zu ESG Grundlagen und Berichtspflichten für Unternehmen.

Auch Mitarbeiter*innen setzen Nachhaltigkeit auf ihre Agenda

Um die gesetzten Nachhaltigkeitsziele zu erreichen, braucht es den Rückhalt der Mitarbeiter*innen. Sie verfügen über das nötige Wissen wenn es etwa darum geht, Emissionen in Produktionsprozessen zu reduzieren, Recycling-Programme umzusetzen oder energieeffiziente Maßnahmen zu ergreifen. Sie sind es, die alle Rädchen im Getriebe kennen und eine Kultur der Verantwortung im Unternehmen etablieren können.

Und sie wollen einbezogen werden. Laut der Global Reporting Initiative (GRI) möchten 80 % der Belegschaft aktiv an der Umsetzung von Klimaschutz-Maßnahmen im Job beteiligt sein. Mitarbeiter*innen sind also motiviert mitanzupacken. Was fehlt, ist umfassendes Wissen im Bereich Nachhaltigkeit. Dafür braucht es ESG-Weiterbildung. Denn nur wenn die Belegschaft alle Aspekte von ESG kennt, kann sie die richtigen Fragen stellen und ihr Wissen aus dem eigenen Arbeitsalltag heraus für das Unternehmen nutzbar machen.

ESG Weiterbildung

Keine Transformation ohne ESG-Wissen

Solche Fragen können sein: Warum verursacht die Bekleidungsindustrie 10 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen und was hat das mit dem Paar Jeans zu tun, das ich trage? Weshalb landen 85 Prozent der Textilien in Mülldeponien oder werden verbrannt, wenn das meiste davon wiederverwendet werden kann? Wie geht Kreislaufwirtschaft, welche alternativen Formen der Energiegewinnung gibt es und wie lassen sich CO2-Emissionen entlang der Lieferkette reduzieren?

ESG macht aber längst nicht mehr vor solchen ökologischen Überlegungen Halt, sondern durchdringt jeden Unternehmensbereich. Soziale Aspekte und Überlegungen zur guten Unternehmensführung müssen ebenfalls integrer Bestandteil jeder Nachhaltigkeitsstrategie sein. ESG verlangt nach einer umfassenden Betrachtung von Nachhaltigkeit – immer mit dem Fokus auf den Menschen.

Denn Konsument*innen sehen ganz genau hin, unter welchen Voraussetzungen Waren produziert werden. Mitarbeiter*innen wollen Unternehmen, die sich ihrer sozialen Verantwortung bewusst sind und sich intensiv mit Indikatoren wie Diversität und Inklusion, Menschenrechte oder betrieblicher Gesundheit auseinandersetzen. Und Investor*innen unterstützen verstärkt Unternehmen mit einer starken Governance, die über solide Strukturen für das Management von Klimarisiken verfügen und transparent über klimabezogene Informationen berichten.

Stakeholder nehmen Unternehmen beim Thema Nachhaltigkeit also in die Pflicht. Dabei müssen Organisationen alle Aspekte von ESG berücksichtigen. Das setzt den Rückhalt der Belegschaft und deren umfassendes Wissen im Bereich ESG voraus.

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Mitarbeiter*innen als Nachhaltigkeits-Asset

Mitarbeiter*innen sollten demnach das Herzstück jeder Nachhaltigkeitsstrategie sein. Sie haben ESG – parallel zu Investor*innen und Konsument*innen – längst auf ihre Agenda gesetzt. Unternehmen, die das erkennen und in die ESG-Weiterbildung ihrer Mitarbeiter*innen investieren, setzen das Potenzial ihres wichtigsten Assets im Bereich Nachhaltigkeit frei. Denn sie befähigen die Belegschaft damit, die richtigen Fragen zu stellen, Wege der Veränderung aufzuzeigen und diese als überzeugte Climate Ranger auch bis zum Ende zu gehen.

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